Kopfbild

ASF Rhein-Neckar

25.11.2015 in Arbeitsgemeinschaften

AsF zum Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen

 

ASF zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November

Unrecht und Gewalt an Frauen geschieht tagtäglich überall auf der Welt – auch bei uns! Am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, suchen wie an jedem Tag im Jahr in ganz Deutschland mehrere hundert Frauen Zuflucht in einem Frauenhaus. Sie fliehen vor der Gewalt ihres Partners, häufig vor der Gewalt des Vaters ihrer Kinder gemeinsam mit den Kindern. Solange sie den Täter nicht offiziell anzeigen, wird seine Tat weder verfolgt noch offiziell verurteilt.

Es dauerte lange, bis sogenannte häusliche Gewalt überhaupt in das allgemeine Bewusstsein dringen konnte. Und noch heute wird es in vielen Ländern dieser Welt als Privatsache angesehen, wenn innerhalb der Familie Gewalt an Frauen geschieht. Mit dem Slogan „Das Private ist politisch“ wurde dieses Tabu vor Jahrzehnten in Deutschland durch die Frauenbewegung gebrochen. Dennoch geschieht die Gewalt weiterhin, Frauen fliehen davor ins Frauenhaus, doch lassen sie sie meist ungesühnt aufgrund ihrer emotionalen und häufig ökonomischen Bindung an den Täter.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Rhein-Neckar Kreis kämpft seit vielen Jahren für einen Rechtsanspruch der Frauen auf Schutz vor Gewalt. „Mit der Einrichtung einer Koordinierungsstelle gegen Gewalt an Frauen hat die baden württembergische Landesregierung im vergangenen Jahr auf Landesebene ein deutliches Zeichen gesetzt“, so die ASF-Kreisvorsitzende Ursula Wertheim-Schäfer. Die Landeskoordinierungsstelle soll die Zusammenarbeit aller Behörden und Institutionen auf kommunaler und Landesebene verbessern, die mit der Bekämpfung von Gewalt an Frauen zu tun haben. „Unsere Gesellschaft darf Gewalt gegen Frauen nicht hinnehmen“, darin ist sich ASF mit Sozialministerin Altpeter einig. Ursula Wertheim-Schäfer fügt hinzu „Dazu gehört auch ein effektiver Schutz vor Gewalt für Frauen auf der Flucht und in den häufig völlig überfüllten Flüchtlingsunterkünften.“

Die menschenrechtlichen Verpflichtungen Deutschlands zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ergeben sich aus den völkerrechtlichen Verträgen, die Deutschland ratifiziert hat. Für deren konsequente Durchsetzung setzt sich die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen am 25. November wie an jedem Tag ein.


Hintergrundinformation:
Der 25. November wurde 1999 von den Vereinten Nationen als internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen anerkannt. Zuvor hatten ihn 1981 lateinamerikanische Feministinnen ausgerufen zur Erinnerung an die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet worden waren.

 

29.09.2015 in Arbeitsgemeinschaften

AsF RNK MV in Altlußheim

 
AsF RNK Mitgliederversammlung in Altlußheim

Die AsF Rhein-Neckar hatte zur Mitgliederversammlung aktuelle Themen auf ihrer Agenda

Nach der Begrüßung durch die AsF Kreisvorsitzend berichtete eingangs Cordula Becker zumThema Gewalt an Frauen. Ebenfalls neue Informationen und großen Diskussionsstoff lieferte uns  Rosa Grünstein Landtagsabgeordnete und ehemalige AsF Kreisvorsitzende  zur Flüchtlingssituation vor allem Frauen auf der Flucht. Zeitgleich fanden in einigen Kommunen Sondersitzungen des Gemeinderats zum Thema Flüchtlingsunterbringung statt und einige unsere AsF Gemeinderätinnen waren darin eingebunden. So auch die dem Landesvorstand der AsF Baden-Württemberg angehörige Stella Kirgiane-Efremidis, die direkt nach der Sitzung zur Mitgliederversammlung erschien und einen Bericht aus dem Landesvorstand mitbrachte. Es folgte der Bericht aus der Kreis-AsF, welcher auch als Aushang bereitgestellt wurde. Im Anschluss fanden die Wahlen der Delegierten statt. 

 

 

 

07.03.2015 in Arbeitsgemeinschaften

Internationaler Frauentag: Sozialdemokratische Frauen setzten sich für Gleichstellung ein

 
AsF Alt-Neulußheim und RNK mit MdL Rosa Grünstein

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Altlußheim verteilte anlässlich des internationalen Frauentages am Samstag 7. März 2015 rote Rosen und Infomaterial vor dem EDEKA-Markt. Unterstützt wurden sie dabei von der SPD- Landtagsabgeordneten Rosa Grünstein und Frauen des Nachbar-Ortsvereins Neulußheim, sowie der AsF des Kreisverbands Rhein-Neckar.

„Es ist enttäuschend, dass die Gleichberechtigung von Männern und Frauen bis jetzt immer noch nicht erreicht worden ist. Unser sozialdemokratisches Verständnis ist es, dass Menschen frei und gleich leben. Dafür ist es essentiell, sich in der Gesellschaft für die Gleichberechtigung beider Geschlechter einzusetzen“, so Landtagsabgeordnete Grünstein.

Am 8.März demonstrierten Frauen weltweit anlässlich des Internationalen Frauentages – auch Weltfrauentag genannt – für ihre Rechte. Dieser Tag hat Tradition: es gibt ihn bereits seit 100 Jahren! Ursprünglich symbolisierte der Weltfrauentag den Kampf für das Frauenwahlrecht. Später kamen Forderungen für das Recht auf Bildung, für eine freie Berufswahl und die Zulassung zum Universitätsstudium für Frauen hinzu.

Maßgebliche feministische Theoretikerin dieser Jahre war die Sozialistin Clara Zetkin. Durch ihre einflussreiche Position als leitende Redakteurin der sozialistischen Frauenzeitschrift Die Gleichheit (1882 - 1910) wurde sie zur Leitfigur der Frauenbewegung.

Ihrer Forderung schließt sich die Vorsitzende der AsF Altlußheim Petra St. Onge an: „Frauen fordern keine Sonderrechte, sondern ihr Menschenrecht. Erst wenn Frauen und Männern alle Wege gleichermaßen offenstehen und alle die gleichen Chancen haben, ist Gleichberechtigung erreicht.“

Deshalb begrüßen die SPD-Frauen auch den Ausbau der Kinderbetreuung im Land, damit eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichergestellt werden kann. In diesem Zusammenhang loben sie auch Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig, die durch ihre Initiativen das Thema der Gleichberechtigung wieder stärker in die öffentliche Debatte gerückt hat.

Immer noch liegt der Durchschnittsverdienst der Frauen deutlich unter dem der Männer - in Deutschland sind es 22 Prozent - und immer noch sind Frauen stark unterrepräsentiert in Spitzenpositionen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft. „Für die tatsächliche Gleichheit von Frauen und Männern ist ein Entgeltgleichheitsgesetz,  die Aufwertung des Care-Sektors, sowie die Frauenquote von 40% für Aufsichtsräte und Vorstände unabdingbar“, so die Vorsitzende der Kreis-AsF Ursula Wertheim-Schäfer.

Die Altlußheimer Vorsitzende St. Onge fügt hinzu: „ Ziel muss es sein, den internationalen Frauentag überflüssig zu machen – in dem die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen selbstverständlich wird.“